Zahnarztrechnung.info 3.0 ... gut informiert argumentieren!

Privatabrechnung einfach, offen, ehrlich.

Artikel im PZVD-Brief 01-2016.

Privatabrechnung ist doch ganz einfach.

Warum hat man bloß das Gefühl, das sei nicht so? Täglich sehen wir uns in Privat- und Kassenpraxen mit der Behauptung konfrontiert, dies dürfe so nicht abgerechnet werden, das würde die Beihilfe nicht erstatten, jene Begründung sei nicht ausreichend und Analogabrechnung, das geht ja schon mal gar nicht, kurz vor dem Verbrechen sei das ja!

Doch: Privatabrechnung ist einfach. Es gibt allerdings Gruppierungen, die etwas davon haben, es kompliziert zu reden. Dabei ist es doch so: Ein Patient hat etwas am Zahn, er geht zum Zahnarzt, der sagt, „das kostet soundso viel,“ der Patient sagt „gut, muss ja sein,“ das Praxisteam macht die Arbeit, der Patient bezahlt die Leistung.

Das Schwarzer-Peter-Spiel

Der in der Regel preiswerteste Versicherer, den man bekommen konnte oder die noch preiswertere Beihilfe mauern nun, als die Rechnung eingereicht wird und ziehen einen schwarzen Peter aus dem Ärmel und reichen ihn dem Patienten, dies möge er seinem Zahnarzt übergeben. Nun können wir als Zahnärzte den schwarzen Peter annehmen und unbezahlte Extrabriefe schreiben. Manches für das wir häufiger den schwarzen Peter kriegen, z.B. die Analogabrechnung, unterlassen wir künftig lieber, denn wir merken, dass sich das mit der Briefeschreiberei nicht lohnt. Der Kostenträger hat eines seiner Ziele erreicht: Es wird weniger abgerechnet.

Versuchen wir, den Patienten nun in jedem Einzelfall persönlich Analogabrechnung oder Faktorsteigerung zu erklären, geht immens Zeit dabei drauf, die wir in die Analogposition oder Faktorsteigerung nicht einberechnet hatten. Der Kostenträger hat ein weiteres Ziel erreicht: Es wird weniger behandelt.

Gibt der Patient, der zwischen den Stühlen sitzt, seinen Erstattungsanspruch nun auf, hat der Kostenträger ein weiteres Ziel erreicht: Es wird weniger erstattet.

Was zurückbleibt, ist ein genervtes Praxisteam, ein Patient mit weniger Geld und der schale Nachgeschmack: Mein Zahnarzt hat mich ja vielleicht doch übervorteilt. Viertes Ziel erreicht: Der Patient misstraut seiner Praxis.

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Ein Patientenportal

Es gibt eine Reihe von Kommentaren über die zahnärztliche Gebührenordnung, allen voraus das offizielle Exemplar der Bundeszahnärztekammer in pdf-Gestalt.

Diese Quellen sind für Patienten geschlossen oder kaum zu verstehen. Wenn man Glück hat, versteht das der Zahnarzt, vielleicht auch die eine oder andere Mitarbeiterin,
damit aber bleibt unbezahlte Erklärungsarbeit an der Praxis hängen.

Zahnarztrechnung.info geht nun als erstes Portal einen anderen Weg. Ganz gleich, ob er sich zunächst an Dr. Google oder vertrauensvoll an seine Zahnarztpraxis wendet,

Zahnarztrechnung.info ist offen für Patienten. Übersichtsseiten über notwendiges Hintergrundwissen sind frei zugänglich und alles ist verständlich auf Deutsch geschrieben oder übersetzt, wo juristische oder zahnmedizinische Fachsprachen unumgänglich sind. Die typischen Kritikpunkte der Versicherer werden aufgezählt und für ein bewusst kleines Eintrittsgeld gelangt der Patient in die Bereiche des Informationsportals, die Textbausteine für Versicherte bereit halten.

Zahnarztrechnung.info erinnert den Patienten daran, dass er i.d.R. keinen Vollkaskoschutz versichert hat und stellt klar: Analogabrechnung ist ein Kennzeichen moderner Medizin, ein Muss für die Zahnmedizin. Das Portal erklärt zahnärztliche Abrechnung offen und macht dabei auch nicht davor Halt, betriebswirtschaftliche Zahlen zu nennen. So werden Missverständnisse und Vorurteile mittels blanker Ehrlichkeit gegen Einverständnis ausgewechselt.

Als Erster informieren!

Zahnarztpraxen können bereits mit dem Heil- und Kostenplan alle ihre Patienten auf das Portal hinweisen oder sogar einen kostenfreien Patientenzugang zu Zahnarztrechnung.info bereitstellen. Somit können sie dem ersten Versicherungsschreiben voraus sein, das dem Versicherten dämmern lässt: Die wollen vielleicht nicht alles erstatten! Der Patient kann jetzt schon Abrechnungspositionen und ihren Hintergrund online durchstöbern, und so wird manche Erklärung der Praxis bereits überflüssig.

Wenn es dann nach der Rechnungslegung wirklich um die Wurst geht, kann der Versicherte per Copy-and-paste vorformulierte Textbausteine an seine Versicherung senden und damit den Schwarzen Peter direkt zurückgeben. Da Nutzername und Passwort für den Patientenzugang durch die Praxis festgelegt werden und der Besucher über den Sponsor seines Zugangs beim Portal - Eintritt informiert wird, wird klar, dass seine Zahnarztpraxis hier mit offenen Karten spielt und auf der Seite ihrer Patienten steht. Nur sie bietet die gesundheitliche Leistung, die gebraucht wird, und nur sie hat schon vorher umfassend und klar über die Kosten informiert.

Den Spieß umdrehen!

Während Versicherer die Einzelpraxis mit einer Vielzahl von Textbausteinen überfordern, wird Zahnarztrechnung.info zu einer Sammlung heranwachsen, die den Spieß umdreht.

Nun wird – ohne Arbeit in der Praxis zu verursachen – die Versicherung mit qualifizierten, von Versicherten individualisierten Textbausteinen bombardiert. Plötzlich ist nicht mehr die Frage, ob die Zahnarztpraxis die Analogabrechnung noch mal macht, sondern es wird zur Frage, ob die Versicherung die Analogabrechnung weiter kritisiert. Denn da die Praxis nicht mehr in das Schwarzer-Peter-Spiel hereingezogen werden kann, man statt dessen mit einer Vielzahl von Versichertenbeschwerden zu tun bekommt, stellt sich für den Finanzdienstleister die Frage, ob sich dieses Vorgehen noch rechnet.

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