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OP-Mikroskop - betriebswirtschaftlich mal durchgerechnet.

Wir nehmen für die betriebswirtschaftliche Berechnung des Betriebs eines OP-Mikroskops hier mal folgende Daten an:

  • Stundenkosten der Praxis (KZBV-Jahrbuch 2015) € 148,-; Minutenkosten: € 2,47 *
  • Anschaffungskosten OP Mikroskop A: € 10.000,-, abgeschrieben nach 10 Jahren**; bei 220 Arbeitstagen kostet die Anschaffung also pro Arbeitstag  € 4,55
    Anschaffungskosten
    OP-Mikroskop B: € 40.000,-, abgeschrieben nach 10 Jahren**; bei 220 Arbeitstagen kostet die Anschaffung also pro Arbeitstag € 18,18
  • Unterhaltskosten pro Jahr (Elektroprüfung, Birnenwechsel Kaltlichtquelle) € 70,- = € 0,32
  • Unternehmerlohn, denn niemand geht zur Arbeit ohne Lohn, jemand, der als Zahnarzt jährlich ein Einfamilienhaus an Umsatz macht (Kosten in dieser Höhe umwälzt, verwaltet und verantwortet), verdient nach KZBV-Jahrbuch € 108,- in der Stunde*, das macht € 1,80 in der Minute

 

Wer macht was und was kostet wie viel?

Mikroskop A

Mikroskop B

Helferin macht Termin, andere Helferin baut auf, Zahnarzt klärt auf: 30 Sekunden:   € 2,47 + € 1,80

€ 2,14

 € 2,14

Helferin baut ab, desinfiziert, wartet Gerät, Zahnarzt trägt ein:   30 Sekunden

€ 2,14

 € 2,14

Unterhaltskosten

€  0,32

 € 0,32

Abschreibung   (1-malige Verwendung pro Tag)

€ 4,55

 € 18,18

Summe 

 € 9,15

 € 22,78

Ergebnis: Ein Mikroskop rechnet sich nur, wenn es jeden Tag benutzt wird, teurere Mikroskope müssen mehrfach am Tag benutzt werden.

Aber: die Behandlung geht mit einem Mikroskop nicht schneller. Sie wird gründlicher. Sie dauert jedoch in der Regel deutlich länger.

Da der Mikroskop - Einsatz nun aber per Zuschlag abgegolten ist, kann dafür nicht der Faktor der Grundleistung erhöht werden!

 

* € 108,- pro Stunde, das macht etwa € 134.000 pro Jahr; das klingt nach einem fetten Gehalt. Lesen Sie nach, was ein deutscher Zahnarzt im Durchschnitt verdient.

 

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